Samstag, 21. März 2015

Wohin mich mein Abenteuer 2.0 führt!

Aber diesmal meinte es jemand endlich mal gut mit mir. Am Mittwochabend habe ich eine Mail von der Hostmum bekommen, dass sie sich freuen, mich in ihrer Familie herzlich willkommen heißen wollen. Ich habe mich richtig gefreut und musste einige Freudentränchen verdrücken. Meine Anspannung der letzten Tage hat sich in Luft aufgelöst, denn mit dem Final bedeutete es, dass ich nicht nach Hause nach Deutschland fliegen muss. 
Seit Freitag (13.03.) war es dann offiziell..die 13 ist einfach meine Glückszahl (es war schließlich Freitag der 13.)!!

Da ich eine Familie im Rematch gefunden habe, beginnt für mich nochmal ein ganz neues Abenteuer. Ich bin zwar schon in den USA, aber es fühlt sich nochmal total anders. Neuer Staat, neue Ort, neue Familie, neues Glück...einfach ein ganz neues Leben. Was in Virginia gewesen ist, kann ich nicht einfach so vergessen und es wird auch immer ein Teil von meinem Abenteuer Au Pair sein.
Aber ich sehe nach vorne und freue mich schon total auf den Neuanfang in South Carolina!

Ja..richtig gelesen, nächsten Montag fliege ich zu meiner neuen Familie nach South Carolina. Meine neue Heimat wird Greenville, SC sein. Es ist ungefähr 2 Stunden von Atlanta, GA und 1,5 Stunden von Charlotte, NC entfernt.


Zur Familie:
Meine neue Familie besteht aus 4 Mitgliedern: dem Papa, die Mama und beiden Kinder. Ich werde auf S. (3 Jahre) und A. (2 Jahre) aufpassen. Sie hatten schon 4 Au Pairs und ich werde dann demzufolge das 5. Au Pair der Familie sein.
Das besondere an der Familie ist, dass der Papa aus Deutschland kommt und die Mama Amerikanerin ist. Wenn ich mit den Kindern alleine bin, werde ich mit ihnen nur Deutsch reden, weil sie zweisprachig aufwachsen sollen. Das English sprechen kommt in der Familie aber nicht zu kurz. :)

Zu viel habe ich nicht über die Familie gesagt, aber das muss erstmal reichen. Ich werde erst später mit ihnen darüber reden, dass ich einen Blog habe und dann kann ich vielleicht etwas mehr verraten.
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Meine Flugdaten:
Am Montag habe ich meine Flugdaten bekommen. 
 Ich habe einen Direktflug von Washington Dulles nach Greenville. Eigentlich hätte ich auch nach Charlotte, NC fliegen können, aber der Flughafen ist nochmal 1,5 Stunden von meiner Gastfamilie weg.
Solange bleibe ich jetzt noch bei meiner LCC und werde dann von ihr am Montag zum Flughafen gebracht.
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Bis zu meinem Abflug genieße ich die Zeit in Virginia. Am Sonntag gehe ich nochmal mit zum Au Pair Meeting, was eigentlich schon vor zwei Wochen sein sollte (ist wegen Eisregen ausgefallen). Außerdem darf ich meine Koffer wieder packen und mich auf mein neues Abenteuer vorbereiten. 

SOUTH CAROLINA...SEE YOU NEXT MONDAY!!

xoxo,
Sophie ♥

Freitag, 20. März 2015

Rematchphase - fast 2 Wochen Ungewissheit

Seit Montagabend war ich in transition. Am Dienstag haben meine LCC und ich die restlichen Sachen aus dem Haus meiner Hostfamily geholt und ich bin zu meiner LCC gezogen. Außerdem wurde am Dienstag meine Ex-Gastfamilie aus meinem Account gelöscht. In den ersten Tagen bei meiner LCC hätte ich einfach nur heulen können. Aber ich musste mich aufrappeln und wieder nach vorne schauen.  Leider konnte ich erst am Freitag endgültig freigeschalten werden, weil ich noch ein Abschlussgespräch mit einer Mitarbeiterin von Cultural Care führen musste.
Kaum war ich 10 Minuten freigeschalten,  hatte ich auch schon die erste Familie in meinem Account.
An dem Tag bin ich mit meiner LCC, ihren Freundinnen und einem weiteren deutschen Au Pair zu einem Konzert nach Leesburg,VA gefahren. Da wir gleich losfahren wollten, hatte ich nur kurz Zeit mir das Profil der Familie anzuschauen.
Als wir beim Konzert waren durfte ich kurz das Handy von Lara, dem anderen deutschen Au Pair, benutzen. Es war schon wieder eine neue Familie drin und ich in meinem Posteingang hatte ich 3 Emails von Familien.
Ich hätte nie gedacht, dass es im Rematch so schnell geht, dass die Familien in dem Profil sind. Meine LCC erzählte mir schon bevor ich freigeschalten wurde, dass es einfacher ist eine Familie zu finden, wenn man schon in den USA ist.
Insgesamt hatte ich 6 Familienvorschläge. Mit 3 hatte ich engeren Kontakt (Skype, Email, Telefon), mit einer habe ich nur Emailkontakt gehabt und mit einer hatte ich keinen direkten Kontakt (hatte nur mit dem LCC der Familie telefoniert). Zu den 3 Familien, mit den ich engeren Kontakt hatte, werde ich etwas sagen, von den anderen zeig ich nur wo sie her waren und wie viele Kinder.
 
   
            
    
    
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Die erste Familie, die in meinem Profil war kam aus Strongsville, Ohio.
Hostmum + Hostdad; 2 Kinder - Junge (5 Jahre) + Mädchen (3 Jahre)
Die Hostmum hatte mir eine sehr lange Email mit allen Infos von ihrer Familie geschrieben. Da ich an jeder Familie interessiert war, habe ich natürlich zurück geschrieben. Wir haben dann am Sonntag (8.3.) geskypt. Wir hatten ungefähr 1,5 Stunden miteinander gesprochen. Die Kinder waren zwischendurch auch mal dabei und ich konnten auch mit ihnen reden. Am meisten habe ich mit der Mom gesprochen, mit dem Dad habe ich gefühlte 5 Sekunden geredet (war etwas länger :D ). Sie haben einen netten Eindruck gemacht, aber nachdem wir geskypt haben, waren noch einige Fragen offen, die in einer Email geklärt wurden. Die Familie hatte mich noch bis zum Montagnachmittag in ihrem Profil.
Doch irgendwas hat einfach nicht zwischen uns gepasst. 
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Der 2. Vorschlag kam aus North Liberty, Iowa.
 
Hostmum + Hostdad; 3 Kinder - 2 Mädchen (6+4 Jahre) 1 Junge (2 Jahre)
Zuerst hatte ich mit dem LCC der Familie am Telefon gesprochen. Ich wusste noch nicht viel von der Familie und sie hatte mir dann mehr Informationen gegeben. Außerdem ist der LCC der Familie selbst eine Hostmum von einem deutschen Au Pair. Mit ihr habe ich dann noch gesprochen und sie hat mir dann auch noch etwas erzählt.Vom Telefonat hatte ich ein positives Bild von der Familie bekommen und war weiterhin an der Familie interessiert. Am nächsten Tag hatte mich die Hostmum angerufen und mir einige Fragen gestellt. Mein Interesse an dieser Familie war immernoch geweckt.
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Die 3. Familie kommt aus Greenville, South Carolina.
Hostmum + Hostdad; 2 Kinder - 2 Mädchen (3 + 2 Jahre) 
Sie waren die 2. Familie, die in meinem Account war. Leider konnte ich ihr Profil nicht sehen, weil zu dem Zeitpunkt als ich schauen wollte, war schon wieder eine andere Familie drin. Die Mom hatte mir aber eine Email geschrieben. Im Prinzip wusste ich von der Familie nichts, da ich das Profil nie gesehen hatte. Wir hatten uns zum Skypen am Samstagnachmittag verabredet. Ich habe mit beiden (Mom+Dad) geskypt. Wir haben uns gegenseitig Fragen gestellt und uns unterhalten (insgesamt 1,5 Stunden getalkt. Am Ende haben sie noch eine Housetour mit mir gemacht und ich hab die Mädchen beim Schlafen gesehen. Ich wollte ehrlich sein und hatte ihnen gleich gesagt, dass ich noch in Kontakt mit einer anderen Familie bin. Nachdem die Familie aus Ohio aus meinem Profil raus war, hatte ich diese Familie in meinem Account. Am Montagabend hatte ich nochmal mit ihnen geskypt. Vorher hatten sie mir geschrieben, dass die beiden Mädchen auch dabei sein werden. Ich war total aufgeregt. Das Skypegespräch verlief gut. Sie stellte mir viele Fragen, wie ich in einigen Situationen reagieren würde. Da das Profil vor dem Skypen noch nicht richtig fertiggestellt war, warf ich gleich nach dem Gespräch einen Blick auf das vollständige Profil der Familie.
Meine LCC saß im selben Raum (während des Skypegespräch) und hörte zu wie die beiden Mädchen mit mir geredet haben. Sie meinte zu mir, dass ich die ganze Zeit einfach nur gelacht und mich viel wohler in der Situation gefühlt habe. Für mich stand nach dem Gespräch fest, dass diese Familie meine erste Wahl ist, wenn ich mich entscheiden muss. 

Ich konnte mich, aber nicht nur auf die eine Familie versteifen und musste noch offen für andere Familien sein. Sie waren neu im Programm und es musste noch einiges fertig gestellt werden. Man weiß ja nie was passiert und was so in den letzten Wochen passiert ist, konnte ich nicht mehr auf nicht so wirklich daran glauben, dass es diesmal gut für mich ausgeht. 
Fortsetzung folgt.....!! :)

Da ich ja schon im letzten Post veröffentlicht habe, dass ich eine Familie gefunden habe, muss ich es spannend lassen. Welche Familie es letztendlich geworden ist, auf wie viele Kinder ich aufpassen werden und wo ich demnächst wohnen werde, erfahrt ihr in meinem nächsten Post (den ich morgen veröffentlichen werde)!

Bis morgen,
xoxo
Sophie ♥


Mittwoch, 18. März 2015

Der Horror eines jeden Au Pair!

Ich hatte schon in vielen Blog gelesen, dass bei manchen nicht mit der Familie geklappt hat, wie man es am Anfang dachte.
Schon bevor ich in die USA geflogen bin, hatte ich große Angst, dass es mir auch so gehen würde und ich vielleicht ins Rematch muss. Aber die Angst ist schnell verflogen als in den USA angekommen bin.

Aber leider wurde die verdrängte Angst bei mir Realität. Ich musste ins Rematch gehen. Es kam für mich alles sehr überraschend.

Am Montag (02.03.15) war irgendwie alles etwas komisch. Es war Snowday und da ich Montagvormmittag ja nicht arbeiten muss, hat mir die Mom eine Nachricht geschrieben, dass sie ins Gym geht und die Kids mitnimmt und ich sollte Mittag schon mal anfangen mit Dinner kochen anfangen, falls sie noch nicht da sind. In meiner freien Zeit habe ich dann angefangen die Wäsche der Kinder zu waschen und die trockene Wäsche vom Sonntag habe ich zusammengelegt. Irgendwann gegen Mittag kam die Mom mit den Zwillingen nach Hause. Ich habe keine Ahnung wo der Große an dem Tag war. Die Mom hat dann mit den Twins Lunch gegessen (Reste vom Gym) und hat die beiden dann hoch zur nap time gebracht. Ich habe die trockene Wäsche zusammengelegt und die Chicken Soup fürs Dinner fertig gekocht. Als ich mit allem fertig war, habe ich mir selbst Lunch gemacht und hab mich danach bisschen auf die Couch gelegt.
Es war an dem Tag total komisch. Ich dachte die Mom geht erst am Nachmittag arbeiten, aber sie war an dem Tag irgendwie gar nicht arbeiten. Und ein wirklicher Arbeitstag war es für mich auch nicht, weil nur die Wäsche gemacht habe und das Dinner gekocht habe.
Gegen 4pm habe ich einen Anruf von meiner LCC bekommen und war total verwundert. Sie meinte, dass sie gleich vorbei kommt und in einigen Minuten bei mir ist. Ich war total durch den Wind, weil ich überhaupt nicht wusste, dass sie vorbei kommen wollte und dachte sie kommt wegen dem was am Sonntag war (ich hatte sehr viel geweint). Dann klingelte es auch schon an der Tür und sie war da. Wir gingen dann runter in mein Zimmer und haben geredet. Erst ging es darum, was gestern war und wie ich mich so fühle. Nach ungefähr 30 Minuten fing sie auf einmal zu sagen: "Möchtest du heute schon anfangen nach einer neuen Familie suchen oder erst einmal eine Nacht darüber schlafen?" Ich habe das erst gar nicht verstanden, was sie damit ausdrücken wollte. Dann habe ich sie gefragt, ob meine Familie ins rematch gehen möchte. Meine Welt brach etwas zusammen. Ich musste erstmal schlucken und habe angefangen zu weinen. Wir redeten dann noch weiter und ich wollte mit meinen Gasteltern noch persönlich reden, weil ich keine Gründe kannte.
Meine LCC ist dann im Haus geblieben und hat mit mir auf meine Gasteltern gewartet bis sie nach Hause kamen. Den ersten Schock hatte ich verdaut, da kam schon der nächste. Ich habe dem Großen die Tür aufgemacht und "Hi" gesagt. Er hat mich gleich gefragt: "Warum ich ihn verlassen will?" Ich habe erstmal geschluckt bevor ich ihm eine Antwort geben konnte. Ich meinte dann nur, dass ich ihn nicht verlassen will und ich das nicht entschieden habe. Er fragte es mich noch ein 2. Mal und ich habe ihm wieder das gleich geantwortet. Da wurde mir klar, dass meine Gasteltern nicht noch einen Versuch wagen wollen.
Wir konnten dann endlich reden und ich habe meine Fragen gestellt. Ich konnte es nicht verstehen, warum es auf einmal hieß: Sophie, du musst ins rematch gehen! Ich habe mir ihre Sicht angehört und dazu auch was gesagt. Ich bin so ein Mensch, wenn ich etwas wirklich will, dann stell ich meine eigenen Probleme hinten ran und verdränge es, und ziehe meine Sache durch. Ich hätte es gerne noch einmal versucht, aber von meinen Gasteltern aus sollte es keine 2. Chance für uns geben. Unsere Standpunkte wurden dann noch schriftlich festgehalten und wir mussten es auch unterschreiben.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich sollte dann einige Sachen für die Nacht zusammen packen und bin dann heulend in mein Zimmer runter gegangen. Ich konnte nicht mehr aufhören, ich dachte, dass ich jeden Moment zusammenbreche. Ich war total überfordert, ich habe es nicht mal richtig geschafft meine paar Sachen zusammen zu packen. Meine LCC kam runter in mein Zimmer und hat mir dann geholfen. Bevor wir zu ihr gefahren sind, habe ich mich von meiner Gastmutter und dem Großen verabschiedet. Die kleinen haben es eh nicht wirklich verstanden, wenn ich ihnen tschüss gesagt hätte. Für mich war es am wichtigsten mich vom großen zu verabschieden, weil ich ihn schon sehr ins Herz geschlossen hatte und er es verstanden, was passiert. Ich konnte nicht aufhören zu heulen. Von der Mom habe ich mich auch noch verabschiedet, was aber nicht wirklich herzlich war.
Dann bin ich mit meiner LCC nach zu ihrem Hause gefahren. In meinem Kopf sind tausend Gedanken herum geflogen (was wird meine Familie sagen, werde ich eine Familie finden, muss ich vielleicht nach Hause etc.). Ich habe es einfach nicht verstanden, warum keiner mit mir geredet hat. Ich bin ein offener Mensch, wenn ich Probleme mit jemandem habe, dann sage ich es. Wenn jemand mit mir ein Problem hat, dann kann er es mir sagen. Ich kann es leider nicht riechen, wenn etwas stört. Schließlich kann man nur etwas ändern, wenn man es weiß.
Letztendlich waren es Probleme mit der Persönlichkeit. Es hat einfach nicht richtig zwischen den Gasteltern und mir gepasst.
Am Dienstag bin ich dann nochmal mit meiner LCC ins das Haus meiner Ex-Gasteltern gefahren, um meine restlichen Sachen zu packen. Ich hätte nie gedacht, wie schnell ich mein Zeug packen kann. Der Abschied viel mir nochmal schwer, als ich mich von Dex (der Hund) verabschieden musste. Das war irgendwie mein Buddy. Zum Glück war keiner der Kinder oder Eltern zu Hause.


Im Nachhinein war es wahrscheinlich auch besser so, dass es so früh passiert ist. Ich bin um eine Erfahrung reicher und schließlich lernt man aus Fehlern.
Von Montag hatte ich zwei Wochen Zeit um eine neue Familie zu finden...es hört sich nach sehr wenig Zeit an und für ein Au Pair hört die Uhr in den zwei Wochen nicht auf zu ticken.

Im nächsten Beiträgen schreibe ich über meine Zeit im Rematch, meine neue Familie und die verbliebene Zeit in Virginia!

xoxo,
Sophie

PS.: Ich kann schon euch schon mal beruhigen. Ich muss nicht nach Hause, denn ich habe eine neue Familie gefunden! :)

Montag, 16. März 2015

Die ersten 4 Wochen als Au Pair

Welcome to Virginia! 


Endlich habe ich es auf die Reihe bekommen über die ersten 4 Wochen in meiner Gastfamilie zu berichten. Manchmal ist später eben besser als nie. Vorwarnung: Es gibt wieder viel zu lesen für Euch, obwohl es schon kurz gefasst ist. :)

1. Woche
Sonntag war Super Bowl! Für mich war das nicht so eine große Sache, weil ich die Regeln nicht verstehe und mich interessiert da nur, was in der Halbzeitpause passiert. Meine Gasteltern sind mit den Kindern zu Freunden gegangen und ich bin dann mit ihnen mit. Wir waren bis kurz nach der Halbzeitpause bei den Freunden. War echt ein halbes Konzert was Katy Perry dort abgeliefert hat.
Da ich ja erst am Sonntag in der Familie angekommen bin und total müde war, hatten sie beschlossen, dass ich am Montag ausschlafen kann. Aber so wirklich ausschlafen konnte ich auch nicht, weil ich insgesamt 2 Wochen mit Jetlag zu kämpfen hatte. Ich bin ständig aufgewacht und konnte dann natürlich nicht mehr einschlafen. Appetit hatte ich auch keinen, ich hätte den ganzen Tag ohne eine Mahlzeit auskommen können.
Die erste Woche war die Eingewöhnungswoche für mich. Das alte Au Pair war noch da und ich war sozusagen eher ein Helfer für sie. Sie hat mir alles gezeigt und ab dem 2. Tag habe ich dann schon selbst das Lunchpaket für den Großen und die Snacktasche für die Kleinen gepackt. Ich war auch immer dabei, als sie die Kleinen von der Preschool abgeholt hat oder den Großen vom Busstop. Mir wurden die Gewohnheiten für nap time/night time gezeigt, wie sie die Kids baden, was es so zu Essen gibt und wo sich so alles befindet.

Am 4. Tag (Donnerstag) war der "große Tag"...wir sind umgezogen. Oh mein Gott, so oft wie in der Woche umgezogen bin, bin ich noch nie in meinem Leben umgezogen. Erst New York, dann Fairfax und dann in das neue Haus. Zum Glück sind wir in der gleichen Stadt geblieben. Aber es war sehr interessant zu erleben wie Amerikaner umziehen. Es war noch nichts gepackt, keine Kisten..nichts. Ich dachte mir, dass kann man doch nicht an einem Tag schaffen. Und so war es dann auch. Wir hatten zwar einen Tisch, eine Couch und jeder hatte ein Bett...aber wir hatten keine Stühle, keine Küche (die Küche gab es eine Woche lang nicht!!!!!). An diesem Tag hatte auch noch mein Hostdad Geburtstag und ich durfte meinen ersten amerikanischen Geburtstag miterleben. Wir haben nur ein wenig gefeiert, Cupcakes gegessen und dann ging es auch schon ins Bett.
Am Wochenende hatte ich frei. Samstag habe ich meine Kleidung und mein ganzes anderes Zeug aus meinem Koffer ausgeräumt, weil ich nicht länger aus meinen Koffern leben wollte. Sonntag stand das erste Au Pair Meeting an. Bevor es nach Reston ging, war ich mit 3 anderen deutschen Au Pairs im Ihop. Oh mein Gott waren mein Pancakes lecker. Ich habe leider kein Foto gemacht, aber da ich gehe ich nochmal hin. Die LCC's haben eigentlich geplant, dass wir Schlittschuh laufen gehen, aber wir erstmal haben 45 Minuten auf jemanden gewartet, der letztendlich nicht mehr kam. Da kein einziger Schlittschuh fahren wollte, sind wir dann in ein Cafe gegangen, wo es eigentlich heiße Schokolade geben sollte. Ich habe es probiert, aber es war irgendwie einfach nur wie die Schokolade, die ich für den Überzug für einen Kuchen nehme. Das Au Pair Meeting war dann auch schon vorbei und ich bin mit 4 Mädels noch in den Victoria's Secret Store gegangen und habe mir mein eigenes Geburtstagsgeschenk gekauft.
Da war dann die 1. Woche in Virginia auch vorbei.

2. Woche
Ab dieser Woche begann mein Arbeitstag immer um 7:30am. Am Morgen arbeite ich nur eine Stunde. In dieser Zeit bereite ich das Frühstück für die Jungs vor und packe das Lunchpaket/Snackbag für die Schule bzw. Pre-school. Kurz nach halb 9 verlassen die Eltern das Haus. Die Mom bringt den großen zur Schule und die Kleinen werden vom Papa in die Pre-school gefahren. Bis 11:30am habe ich dann erstmal frei und kann mich entweder ausruhen oder ich beginne die Wäsche zu waschen. Ab 11:30am fange ich wieder an zu arbeiten. Da ich in der 1./2. Woche noch nicht Auto gefahren bin, hat mich das alte Au Pair überall hingefahren. Im Prinzip haben wir die ersten 2 Wochen zusammen gearbeitet. Das einzige was ich alleine gemacht habe, war den großen von der Schule abzuholen. Die Schule ist ungefähr 15 Minuten entfernt und ich habe ihn in dieser Woche zu Fuß abgeholt. Als wir   nach Hause kamen, gab es einen Snack und dann sind wir schon mit allen Kindern zu den Aktivitäten des Großen gefahren, die immer am Dienstag und Donnerstag sind. Einen Tag waren wir mit allen drei Kindern in der library.
Am Freitag war dann mein GEBURTSTAG. Da hatte ich ja schon einen extra Beitrag drüber geschrieben. Am Samstag ist das vorherige Au Pair in den Urlaub nach Kalifornien geflogen und ab dem Zeitpunkt war ich dann das Au Pair der Jungs.
Am Samstagabend durfte ich auch gleich arbeiten. Ich habe den Jungs Dinner gekocht und dann haben wir gegessen. Anschließend haben wir ein wenig gespielt, es gab ein Bad und dann ging es auch schon ins Bett (für die Kleinen). Der große durfte noch länger aufbleiben. Wir haben ein Tanzvideo gedreht und hatten viel Spaß. Für ihn ging es dann schließlich auch ins Bett. Am Sonntag hatte er Geburtstag. Am Vormittag kam die eine Schwester meiner Gastmutter und am Nachmittag kam die andere zu Besuch. Er hat die Geschenke ausgepackt und wir haben, wie an meinem Geburtstag, Cupcakes und Kuchen gegessen. Für ihn war es ein spannender Tag!
Für mich ging die 2. Woche damit auch zu Ende.


3. Woche
Am Montag war President's Day und die Geburtstagsparty vom Großen.
Es waren ungefähr 15 Kinder eingeladen und wir sind in eine Halle gefahren, wo man Kindergeburtstage und so feiern kann. Es war eine Soccerparty. Da gab es ein Fußballfeld und die größeren haben weiter hinten ihr Soccertunier gehabt und die Kleinen und nicht Beteiligten konnten entweder zuschauen oder sich im vorderen Teil beschäftigen. Für mich war es ein Arbeitstag, also ich habe mich mit den Kleinen beschäftigt. Aber das war gar nicht so einfach, weil beide immer zu Mama und Papa gerannt sind und das hat die Arbeit ziemlich schwer gemacht. In der Pause gab es Pizza und einen Geburtstagskuchen. Der war lecker, aber total süß. Danach konnten sie noch ein wenig spielen, aber nach etwa 3 Stunden sind dann alle losgefahren. Es war nämlicher heftiger Schneefall angesagt. Das war auch nicht übertrieben. Auf den Straßen ging es nur langsam voran. Manchmal sind wir mit dem Auto auch gerutscht. Aber wir sind trotzdem noch heil zu Hause angekommen.
Was am Montag noch besonders war, ich durfte endlich Auto fahren lernen. Ich bin in Deutschland noch nie Automatik gefahren und war ein kleiner Angsthase. Vorher habe ich mich mir so viele Gedanken gemacht, was alles nicht funktionieren könnte. Aber 5 Minuten auf einem leeren Parkplatz geübt und schon bin ich im großen Auto nach Hause gefahren. Seitdem durfte ich mit den Autos der Familie fahren. Dienstag und Mittwoch wurde aber leider nichts aus dem Fahren mit den Kinder, weil Snowday war. Nur am Donnerstag habe ich den Großen in die Schule gefahren, die Kleinen von der Preschool abgeholt, den Großen von der Schule abgeholt und ihn später zu deinen Aktivitäten gefahren. Am Freitag ist die Schule wieder ausgefallen, weil es zu kalt war und wohl einige Busse oder Autos nicht anspringen. So wirklich verstanden habe ich es nicht, weil wir gehen in Deutschland auch bei Wind und Wetter in die Schule. Aber ich sage mir immer: Andere Länder,andere Regeln!
Am Samstag wollte ich eigentlich zu Ikea nach Woodbridge fahren, aber daraus wurde nichts. Es hat total doll geschneit und ich hätte für den ca. 30 Minuten Weg etwa 2 Stunden oder so gebraucht, weil wenn es hier schneit, dann geht es nur schleppend voran. Ich bin dann zu Safeway, Walmart und zum Aldi gefahren. Am Nachmittag habe ich was gekocht und Abend durfte ich dann wieder arbeiten. Am Sonntag bin ich mit zwei deutschen Au Pairs, Teresa und Julia, in Kino gewesen. Und was haben wir geschaut.....50 Shades of Grey!!!!! Also ich fand den Film super, aber das Ende (ich hab das Buch nur angefangen zu lesen!! :)) Ich will nicht so lange warten bis der zweite Teil erscheint. War echt ein schöner Nachmittag mit den beiden.
Als ich ins Parkhaus gegangen bin, habe ich erstmal mein Auto nicht mehr gefunden...ich bin bestimmt 10 Minuten rumgeirrt bis mir aufgefallen ist, dass ich ne Treppe höher muss!!! ;)

4. Woche

In der Woche ist eigentlich nichts Aufregendes passiert. Das alte Au Pair ist wieder aus dem Urlaub zurück gekommen und ihre Familie war auch bei uns im Haus. War irgendwie komisch, dass sie am Ende ihres Au Pair Aufenthaltes ist und mein Jahr beginnt erst.
Am Donnerstag habe wir zusammen gesessen und ihren Abschied gefeiert. Irgendwie war es selbst für mich etwas traurig, dass sie es geht und man sich vielleicht nicht mehr wieder sieht. Jedenfalls ist sie am Freitag früh nach Hause nach Brasilien geflogen.

Am Samstag sollte ich eigentlich früh arbeiten, weil der Große regionals vom wrestling hatte und beide Elternteile ihn eigentlich begleiten wollten. Bin dann auch früh zu um 7am fertig gewesen und bin hoch gegangen um mit der Arbeit anzufangen. Da ich am Freitagabend vergessen hatte mein US-Handy mit in mein Zimmer zu nehmen, konnte ich leider nicht lesen, dass die Mom mir eine Nachricht geschrieben hatte. Ja und wie es schon zu vermuten ist, musste ich dann nicht arbeiten. Hab mir Frühstück gemacht und bin wieder runter gegangen. Habe mir dann überlegt was ich machen könnte. Erst habe ich ein wenig mit einer Freundin geskypt. Das hat euch gut getan.
Da ich langsam angefangen habe mich wie zu Hause zu fühlen, aber irgendwie noch was spezielles gefehlt hat, habe ich dann beschlossen zu Ikea zu fahren (wollte ich ja schon in der 3.Woche machen). Schnell gefragt, ob ich eins der Autos haben kann und dann habe ich mich schon auf den Weg zu Ikea gemacht. Dank dem GPS bin ich auch dort angekommen, wo ich hinwollte und konnte endlich das Zeug kaufen, sodass ich mich zu 90% sagen kann: Das ist mein zu Hause. Am Ende habe ich dann geschlagene $70 für folgendes investiert: Bettwäsche, Kissenbezüge, Wäschekorb, Bilderrahmen, Wecker, eine kleine Palme (es musste was grünes in das Zimmer), Blumentopf, Kerzenhalter etc.. Danach bin ich noch im Walmart, bei Starbucks und im Safeway gewesen.

     
Am Samstagabend musste ich wieder arbeiten und deswegen bin ich dann auch wieder nach Hause gefahren und mich dann um die Kids gekümmert.
Am Sonntag bin ich, wie letzten Sonntag, nach McLean ins Tyson's Corner Center gefahren. Letztes Mal war ich ja nur im Kino, diesmal wollte ich bisschen shoppen gehen. War in einigen Geschäften drin, aber viel gekauft habe ich nicht, weil ich generell nicht so der Shoppingtyp bin.

 
Da ich schon kurz nachdem das Center geöffnet hatte ankam, bin ich dann schon gegen frühen Nachmittag nach Hause gefahren. Hab mir dann ein verspätetes Mittagessen gemacht und da keiner zu Hause war, habe ich mich im familyroom auf die Couch gesetzt und den Fernseher angemacht. Ich habe hier in den letzten Wochen kaum TV geschaut, nur dann wenn die Kinder ihre Serien geguckt haben. Jedenfalls kam zufällig Marley&Me...da bin ich natürlich hängen geblieben, weil ich diesen Film liebe. Wer ihn kennt, weiß auch wie er endet und da bleibt kein Auge trocken. Wer mich persönlich kennt weiß, dass ich einen Hund habe, dem es nicht so gut geht. Da kamen natürlich wieder Erinnerungen hoch und ich habe wie jedes Mal, wenn ich den Film schaue, an derselben Stelle angefangen zu heulen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Als der Film zu Ende war, bin ich in mein Zimmer gegangen und habe den Sonntagabend zum Heulabend ernannt.
In meinem Kopf sind einfach so viele Dinge gewesen..zu Hause, meine Familie, Freunde, mein Hund, Erinnerungen. Mir ging es irgendwie richtig schlecht. Bin dann auch nicht mehr hoch gegangen...Hunger hatte ich sowieso nicht und so sehen, sollte mich auch keiner. Ich muss aber dazu sagen, dass ich richtiges Heimweh nur kurz nach meiner Ankunft in der Familie gefühlt habe. Sonst komme ich eigentlich super mit der Situation klar, aber irgendwann kommt dann der Punkt, wo auch ich nicht mehr so stark sein kann.
Die 4. Woche hatte somit nicht so ein gutes Ende. 

xoxo,
Sophie

PS.: In der Zwischenzeit ist schon wieder so viel passiert und versprochen den nächsten Post gibt es spätestens am Mittwoch!