Welcome to America!!
In diesem Beitrag schreibe ich über die Ankunft in New York
und die Training School. Schon mal sorry, dass es wieder so lang ist, aber ich
kann mich nie kurz fassen….die „Krankheit“ hatte ich schon in der Schule! :D
1.Woche in den
USA
Mittwoch
Ich bin ungefähr um 16 Uhr in New York (JFK) gelandet. Wir (Paulina
und ich) mussten etwa 20 - 40 Minuten warten bis wir die Kontrolle durchquert haben. Es ist eigentlich eine ganz
normale Passkontrolle. Der Unterschied zu anderen Ländern, in den ich war, ist,
dass sie hier Fingerabdrücke machen und ein Foto machen. Wenn das erledigt ist,
stempelt der Officer das Visum mit dem Datum, wann wir in die USA eingereist
sind.
Die Koffer wurden bereits für alle Leute, die in meinem
Flugzeug saßen, vom Kofferband genommen. Das finde ich ein wenig strange, weil
sich dort jeder bedienen könnte und einfach einen beliebigen Koffer mitnehmen
kann, ohne dass es jemand merkt. Aber meiner hat zum Glück noch da gestanden!!
:D
Als nächstes mussten wir das Formular vom Zoll abgeben, dass wir im Flugzeug
ausfüllen sollten. Dort gibt man an, wo man seinen Aufenthalt verbringen wird;
welche Waren man mit in die USA genommen hat und den Beitrag für die Dinge, die
in den USA bleiben. Als Deutscher bzw. nicht Einwohner der USA darf man nur
einen Wert von 100$ als Geschenke einführen. Ich habe ungefähr 65$ für die
Geschenke für meine Gastfamilie ausgegeben. Die Zettel musste man nur abgeben
und konnte in Empfangshalle gehen. Dort wartete schon unser Chauffeur auf uns.
Er war ziemlich lustig und die Fahrt zur Training School war echt lustig. Das
Radio war an und es kam so etwas Ähnliches wie die Telefonfalle von BB Radio.
Es war so lustig, wir konnten nicht mehr aufhören zu lachen. :D
Aber ich kann euch sagen, so viel Schnee wie hier liegt,
habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Als ich während der Fahrt die
Schneeberge gesehen habe, war ich total froh, dass mein Flug am Montag annulliert
wurde. Außerdem ist es hier richtig kalt (brrr).
Als wir in der Training School in Oakdale,NY angekommen sind,
wurde wir sehr nett von einer CC Mitarbeiterin begrüßt. Sie erklärte uns
unseren Stundenplan und wie wir unsere I-94 Number bekommen (die benötige ich
um ein Bankkonto zu eröffnen…eigtl. für alles). Paulina und ich waren im selben
Zimmer und dort waren noch zwei andere Mädchen drin. Wir waren eine gute
Mischung von der Herkunft her…eine Finnin, eine Kolumbianerin, eine Polin und
eine Deutsche. So musste man immer Englisch reden!!!!
Von um 18 bis 19 Uhr gab es Dinner, es war ok…ich weiß leider nicht mehr was es
gab. Von um 19 bis 21 Uhr hat ein Driver’s Licence Workshop (Führerschein)
stattgefunden. Wir waren zwar so müde, aber es war echt so lustig. Der Mann,
der das auch gemacht hat, hat
richtig guten Humor.
Danach bin ich aber „halbtot“ ins Bett gefallen. Ach ja das Thema Bett war auch
so eine Sache, man jede einfach jede Bewegung gehört. Die haben dort keine
normalen Stoffmatratzen wie wir, sondern so Matratzen, mit einem Überzug, den
man auch mal abwischen kann.
Donnerstag
Ich hab es mir ja schon fast gedacht, dass so etwas kommen
wird, aber wirklich dran geglaubt habe ich auch nicht. Ich hasse Jetlag!!!!!!
Es ist klar, dass der Körper nicht so schnell versteht, dass man einen neuen
Rhythmus hat. Also bin ich schon um kurz nach 3am aufgewacht und konnte nicht
mehr einschlafen. In Deutschland war es zu diesem Zeitpunkt schon um 9Uhr.
Deswegen war ich an diesem Tag sehr sehr sehr müde.
Ich bin um halb 7 aufgestanden und dann gab es ab 7 bis 7:55Uhr Frühstück.
Danach hieß es: DER ERSTE UNTERRICHTSTAG KANN BEGINNEN! Unsere Lehrerin, die
wir für Donnerstag und Freitag hatten, war toll (funny and charming woman) Wir
haben Workbooks bekommen, wo sehr viele Dinge über den Umgang mit den Kindern
drin steht. An den beiden Unterrichtstagen sind wir die unterschiedlichen
Kapitel durchgegangen und haben sie bearbeitet.
Als Lunch haben wir eine Lunchbox bekommen. Der Unterricht ging bis kurz vor um
18 Uhr, sodass wir gleich zum Dinner gehen konnten. Diesmal gab es Reis mit
Hähnchen und Frühlingsrollen. Außerdem konnte man sich Suppe, Salat und
ein Dessert nehmen. It was like all you can eat :D
Heute ging es etwas zeitiger ins Bett, weil ich einfach total müde war. Aber
wirklich zeitig einschlafen konnte ich auch nicht, weil ich mir mein Ipod
genommen habe und dann kam ein trauriges Lied….BUMM!!!! Es war das erste Mal,
dass ich etwas Heimweh hatte. Ich habe an meinen Toni gedacht und an meine
Lieben, die ich zu Hause gelassen habe. Dann war ich wieder so stolz, dass ich
es endlich geschafft habe, ich bin in den USA! Es ist einfach das totale Gefühlschaos.
Aber das gute ist, dass man mit vielen Mädels darüber reden kann, weil sie in
derselben Situation sind wie ich. Wie ich zwei Tage später erfahren habe,
telefonieren sie Kolumbianer jeden Tag mit ihren Familien. Ich könnte das
nicht, weil mir erst jetzt (in dieser Woche) bewusst wurde, dass ich wirklich
ein Jahr hier leben werde. Aber dieses Gefühlschaos ist wieder schnell
verschwunden und war wieder happy.
Freitag
Heute hatten wir bis um 6pm Unterricht, da heute der
Communication Workshop war. Außerdem mussten wir heute eine Präsentation
vorbereiten. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt, so dass alle in der Gruppe
Kinder in demselben Alter haben. Ich war mit 3 Kolumbianerinnen und einer
Mexikanerin in einer Gruppe. Es war etwas anstrengend, weil sich die 4 in Spanisch
unterhalten konnten und ich hab nichts
verstanden habe. Es war generell so, dass sich die Kolumbianer und Mexikaner in
Spanisch unterhalten haben und es hat kaum einer was verstanden. :D
Im Communication Workshop ging es um eine der wichtigsten Dinge…um die
Kommunikation mit der Familie, den Kindern etc. Zum Abschluss bekamen wir eine
Situation von Carolyn (unsere Lehrerin), die wir einmal mit falscher
Kommunikation und einmal mit der richtigen Art der Kommunikation darstellen
sollten. Ich war in einer Gruppe mit Melanie (Schweiz) und Angie (Mexiko).
Unsere Situation: Das Au Pair hat über s Wochenende Freunde bei sich zu Hause
und die Hostmum ist der Meinung, dass die Freunde zu viel vom Essen genommen
haben. Angie war die Mutter, Melanie das Au Pair und ich die Freundin. Es war
einfach so lustig, wir mussten alle so lachen und wer mich genauer kennt, der
weiß, wenn ich einmal anfange zu lachen, kann ich nicht mehr aufhören! Auch als
wir die richtige Kommunikationsweise vorgestellt haben, konnten wir nicht
aufhören zu lachen.
Am Ende hieß es zum ersten Mal Abschied nehmen, weil Carolyn nur für DO und FR
unsere Lehrerin war. Sie war die beste Lehrerin, die man sich für die Woche
hätte vorstellen konnte.
Am Abend sind fast alle Mädels in das Zimmer von Maria,
Paulina, Alba und mir gekommen. Es war CANDY DINNER TIME. Jeder konnte
spezielle Süßigkeiten aus dem Heimatland mitbringen und somit haben wir einen
Süßigkeitentausch gemacht. Alle Mädels sind so cool drauf. Später haben wir
noch landestypische Tänze, wie Salsa, Merengue, finnische Kalinka, Annemarie
Polka) getanzt.
Da am Samstag der Trip nach New York City anstand, sind dann alle schlafen
gegangen.
Samstag
Samstag war der Tag für First Aid und CPR. Unsere Lehrer
waren der Mann vom Driver’s Licence Workshop und eine Krankenschwester. Die
beiden waren ein super Team. Die Zeit
ist schnell verflogen und um 14 Uhr hieß es dann: NEW YORK CITY WIR KOMMEN!!!
Sonst gibt es immer eine
New York Tour mit dem Bus, aber wegen dem Wetter wurde die Tour
abgesagt. Deswegen haben die Mitarbeitet beschlossen, dass wir alleine nach New
York dürfen. Wir sind mit dem Zug
ungefähr 1,5 Stunden nach New York reingefahren. Es war einfach so
überwältigend. Ich stand in der Stadt die niemals schläft (außer wenn eine
Blizzard durch die Stadt fegt :D).
Wir haben kein festes Ziel gehabt, wir sind einfach durch New York gelaufen und
sind zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gelaufen. Darunter Times Square,
Central Park, Rockefeller Plaza…
Aber es war einfach so kalt. Wir hatten uns alle warm angezogen und ich bin so
Kälte ja auch eher gewöhnt, aber das war einfach eine Nummer zu kalt. Ich war
froh, als ich um 8:15pm wieder im Zug zur Training School saß. Als wir wieder
in der Training School angekommen sind, hieß es Sachen packen, weil wir am
Sonntag nicht viel Zeit dafür haben werden.
Sonntag
Sonntag war der letzte Tag in der Training School. Früh gab
es noch unsere Zertifikate, dass wir die Training School erfolgreich
abgeschlossen haben. Um 9am standen schon unsere Busse bereit, die uns entweder
zum Flughafen fahren oder zu dem Treffpunkt, wo uns die Familien abholen
werden. Die Verabschiedung von den anderen Mädels viel schon ein wenig schwer,
weil man sich schon aneinander gewöhnt hat.
Meine Reise zu meiner Familie hat mich erst durch New York, dann New Jersey, Delaware,
Maryland und dann nach Virginia geführt.
Mein Treffpunkt war Tyson’s Corner. Wir waren zu früh da und deswegen mussten
wir drei, die in Virginia ihre Familien haben, noch warten. Ich war ziemlich
aufgeregt und angespannt. Ich wusste nicht, wie ich meine Familie begrüßen
soll. Und dann kamen sie auch schon. Meine Gastmom hat mir am Freitag noch
geschrieben, dass sie wohl alleine kommen wird…aber nein ÜBERRASCHUNG. Es waren
alle dabei, die Mama, der Papa und die drei Kids. Die Begrüßung war sehr
herzlich, sie haben mich umarmt. Die beiden Kleinen waren sehr schüchtern und
wussten nicht so richtig was geschieht. Der Große hat mich mit einem High-5
begrüßt. Dann sind wir auch schon zu
meinem neuen zu Hause für 5 Tage gefahren, weil wir am 05.02. schon umgezogen
sind.
Als wir im Haus angekommen sind, hat mir der Große das Haus gezeigt und die
Familie hat mir mein Willkommensgeschenk gegeben. Es war so süß, dass sie was
geschenkt haben.
Am Abend sind wir dann noch zum neuen Haus gefahren und es so schön, aber
riesig.


In der Kiste waren: ein Hund, ein Washington D.C Shirt, Handcreme von The Body Shop, eine Schneekugel von D.C, ein Schlüsselanhänger von D.C & Süßes. Außerdem haben die Kinder mir noch was gemalt und die Eltern eine Willkommenskarte gebastelt.
Ja das war die Woche vom 28.01. bis 01.02.15. Es tut mir
echt leid, dass ich es erst jetzt veröffentliche, aber ich war jeden Tag total
müde. Dann hatte ich die erste Woche im alten Haus kein Internet und der Umzug
war ein bisschen stressig.
Der nächste Post wird über die ersten zwei Wochen in
der Familie sein. Morgen/übermorgen gibt es vielleicht einen Specialeintrag
über meinen 19. Geburtstag sein (den ich morgen feiern darf!!!) - I'm so excited
Bis dann,
Eure Sophie ♥